Mehrebenenanalysen als Methode der organisationsbezogenen Versorgungsforschung in der Onkologie – Grundlagen und Anwendungsbeispiele

Was erwartet Sie in diesem Tutorial? Das Tutorial gibt Ihnen einen Überblick über Anwendungsbereiche und die Voraussetzungen zur Anwendung von Mehrebenenanalysen. Es werden konkrete Forschungsergebnisse vorgestellt. Die Referentin und der Referent verstehen sich als Anwender. Vorkenntnisse (besonders der Statistik) werden nicht vorausgesetzt.

Worum geht's konkret? Die Versorgung von Patientinnen und Patienten ist auch eine Frage der Organisation – in mehrfachem Sinne. Damit beschäftigt sich die organisationsbezogene Versorgungsforschung. Sie untersucht beispielsweise wie Abläufe in der Versorgung organisiert sind, aber auch, welche Merkmale der Versorgungsorganisation (zum Beispiel der Krankenhäuser) mit besserer Versorgung zusammenhängen. Fragen der organisationsbezogenen Versorgungsforschung sind wesentlich für die Weiterentwicklung des Gesundheitssystems und lauten also beispielsweise: „Führt die Einführung von Behandlungspfaden zu besserem Behandlungserfolg?“ oder „Ist die Arbeitsbelastung in Universitätskliniken größer als in den übrigen Krankenhäusern?“ Eine gängige Methode zur Behandlung solcher Fragestellungen ist die Mehrebenenanalyse. Sie setzt eine in der Gesundheitsversorgung häufig vorliegende Datenstruktur voraus. Diese Datenstruktur liegt beispielsweise vor, wenn Informationen über Patientinnen und Patienten aus einer Stichprobe mehrerer Krankenhäuser oder Praxen vorhanden sind.

Die Durchführung des Tutorials erfolgt in Kooperation mit der AG Organisationsbezogene Versorgungsforschung und der Fachgruppe Onkologie des Deutschen Netzwerks Versorgungsforschung (DNVF).

Prof. Dr. Lena Ansmann (Oldenburg)

Prof. Dr. Lena Ansmann (Oldenburg)

Prof. Dr. rer. medic. Lena Ansmann ist seit 2017 Professorin für Organisationsbezogene Versorgungsforschung an der Fakultät für Medizin und Gesundheitswissenschaften der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg und baut dort im Department für Versorgungsforschung die Abteilung Organisationsbezogene Versorgungsforschung auf. Ihre Forschungsschwerpunkte sind: organisationsbezogene Versorgungsforschung, Evaluation und Implementation in Versorgungsorganisationen, Mitarbeitergesundheit in Versorgungsorganisationen, Personal-Patient-Interaktion sowie Versorgungsforschung in der Onkologie. | Foto: Ellen Bornkessel

Dr. Christoph Kowalski (Berlin)

Dr. Christoph Kowalski (Berlin)

Dr. rer. medic. Christoph Kowalski ist seit 2014 bei der Deutschen Krebsgesellschaft e. V. im Bereich Zertifizierung beschäftigt. Er leitet unter anderem die Studien zur Messung der Ergebnisqualität in zertifizierten Prostatakrebszentren (PCO-Studie) und Darmkrebszentren (EDIUM, gefördert vom Innovationsfonds). | Foto: Luca Vecoli

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