Grundlagen der qualitativen Versorgungsforschung am Beispiel einer Studie zu den finanziellen Folgen einer Krebserkrankung

Was erwartet Sie in diesem Tutorial? Das Tutorial gibt Ihnen einen Überblick über die Grundlagen der qualitativen Forschung und zeigt anhand eines Beispielprojektes aus der onkologischen Versorgungsforschung, was bei der Durchführung qualitativer Projekte beachtet werden muss. Das Tutorial richtet sich an (Nachwuchs-)Wissenschaftler und (Nachwuchs-)Wissenschaftlerinnen, die erstmalig eine qualitative Studie planen. Vorkenntnisse der qualitativen Sozialforschung sind nicht notwendig.

Worum geht's konkret? Bei der Analyse der Versorgungsqualität wird unter anderem der Prozess der Versorgung untersucht. Dabei ist je nach Fragestellung der Einsatz qualitativer Methoden sinnvoll, zum Beispiel wenn die subjektive Sichtweise der Patienten auf die Behandlung analysiert werden soll. Qualitative Studien können so zu einem vertiefenden Verständnis der Erfahrungen der Patienten im Versorgungsverlauf und somit der Versorgungserbringung beitragen. In dem Tutorial werden die konkreten Schritte zur Durchführung einer qualitativen Studie in der Versorgungsforschung von der Entwicklung des Forschungsdesigns bis zur Präsentation der Ergebnisse anhand eines konkreten Beispiels aus der Praxis vorgestellt. In der vorgestellten Studie, die von der Stiftung Deutsche Krebshilfe gefördert und seit 2016 am Institut für Medizinische Soziologie (IMS) in Halle (Saale) durchgeführt wird, werden die finanziellen Folgen einer Krebserkrankung für die Patienten mithilfe der qualitativen Inhaltsanalyse analysiert. Die Thematik ist aufgrund der möglichen langfristigen Auswirkungen auf die Lebensqualität und Mortalität sowohl für die Versorgungsqualität als auch für die Betroffenen relevant.

Sara Lena Schröder (Halle/S.)

 Sara Lena Schröder (Halle/S.)

Sara Lena Schröder (Foto: IMS/Universität Halle-Wittenberg) hat seit 2007 in verschiedenen qualitativen Projekten im Bereich der Versorgungsforschung gearbeitet und ist seit 2014 am Institut für Medizinische Soziologie (IMS) an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg als wissenschaftliche Mitarbeiterin beschäftigt. | Foto: privat

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